L-K5 · Klangflut
Sing mit! Lieder, die jeder kennt
Sie singen vertraute Lieder aus einer Sammlung gemeinfreier Stücke. Notenkenntnisse brauchen Sie nicht.
Einstieg
Singen tut gut und braucht keine Vorkenntnisse. Viele Lieder tragen wir ein Leben lang mit uns. In dieser Lektion finden Sie eine kleine Sammlung vertrauter Lieder. Alle diese Lieder sind gemeinfrei. Ihre Texte dürfen hier abgedruckt werden. Planen Sie etwa 45 Minuten ein.
Vorbereiten
- Setzen Sie sich aufrecht und bequem hin.
- Stellen Sie ein Glas Wasser in Ihre Nähe.
- Blättern Sie einmal in Ruhe durch die Liedersammlung.
Los geht's
- Wählen Sie ein Lied aus der Sammlung aus, das Sie gut kennen. Bild: Eine Hand zeigt auf eine Liedseite in einem aufgeschlagenen Heft.
- Lesen Sie den Text einmal in Ruhe durch. Bild: Eine ältere Person liest aufmerksam eine Liedseite.
- Summen Sie die Melodie leise vor sich hin. Bild: Eine Person summt mit geschlossenen Augen, die Hand liegt locker auf der Brust.
- Singen Sie die erste Zeile leise mit. Bild: Eine Person singt leise, der Mund ist entspannt geöffnet.
- Singen Sie die ganze Strophe langsam mit. Bild: Eine Person singt am Tisch sitzend aus einem offenen Liederheft.
- Singen Sie die Strophe noch einmal, wenn es Ihnen Freude macht. Bild: Eine Person lächelt sanft und singt weiter, daneben ein Glas Wasser.
- Legen Sie zwischendurch eine Pause ein und trinken Sie einen Schluck Wasser. Bild: Ein Glas Wasser steht neben einem geschlossenen Liederheft.
Wenn etwas schiefgeht
Sie treffen einen Ton nicht. Das macht nichts. Singen Sie einfach etwas tiefer oder höher, wie es sich bequem anfühlt. Sie vergessen eine Zeile. Schauen Sie ruhig in den Text. Singen und Lesen zusammen sind erlaubt. Ihre Stimme wird müde. Machen Sie eine Pause. Sie dürfen die Strophe auch einfach nur summen oder sprechen.
Weitermachen
Singen Sie die Lieder so oft, wie Sie mögen. Die Melodien bleiben in einer bequemen Mittellage. Sie dürfen jedes Lied höher oder tiefer beginnen, wie es Ihnen passt. Wenn Sie zu einer Melodie eigene Worte erfinden möchten, passt dazu die Lektion Mein eigenes Lied. Die Sammlung unten ist nur eine Auswahl. Viele weitere gemeinfreie Lieder finden Sie in Liederbüchern Ihrer Wahl.
Lieder zum Mitsingen
Die Texte folgen der neuen Rechtschreibung. Einzelne ältere Wortformen sind erhalten, zum Beispiel schlupf, träumt oder Nachtigalle. Das ist in Volksliedern üblich.
Der Mond ist aufgegangen (Text: Matthias Claudius, Melodie: Johann Abraham Peter Schulz)
Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.
Die Gedanken sind frei (Volkslied)
Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen
mit Pulver und Blei.
Die Gedanken sind frei.
Alle Jahre wieder (Text: Wilhelm Hey, Melodie: Friedrich Silcher)
Alle Jahre wieder
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder,
wo wir Menschen sind.
Kehrt mit seinem Segen
ein in jedes Haus,
geht auf allen Wegen
mit uns ein und aus.
Guten Abend, gute Nacht (Melodie: Johannes Brahms, Text aus Des Knaben Wunderhorn)
Guten Abend, gute Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlupf unter die Deck.
Morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt.
Kein schöner Land (Text und Melodie: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio)
Kein schöner Land in dieser Zeit,
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden
wohl unter Linden
zur Abendzeit.
Am Brunnen vor dem Tore (Text: Wilhelm Müller, Melodie: Franz Schubert)
Am Brunnen vor dem Tore
da steht ein Lindenbaum.
Ich träumt in seinem Schatten
so manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebe Wort.
Es zog in Freud und Leide
zu ihm mich immerfort.
Der Winter ist vergangen (Volkslied)
Der Winter ist vergangen,
ich seh des Maien Schein,
ich seh die Blümlein prangen,
des ist mein Herz erfreut.
So fern in jenem Tale,
da ist gar lustig sein,
da singt die Nachtigalle
und manch Waldvögelein.
Weißt du, wieviel Sternlein stehen (Text: Wilhelm Hey, Volksweise)
Weißt du, wieviel Sternlein stehen
an dem blauen Himmelszelt?
Weißt du, wieviel Wolken gehen
weithin über alle Welt?
Gott der Herr hat sie gezählet,
dass ihm auch nicht eines fehlet
an der ganzen großen Zahl.
Alle Vögel sind schon da (Text: Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Volksweise)
Alle Vögel sind schon da,
alle Vögel, alle!
Welch ein Singen, Musiziern,
Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern!
Frühling will nun einmarschiern,
kommt mit Sang und Schalle.
Der Mai ist gekommen (Text: Emanuel Geibel, Melodie: Justus Wilhelm Lyra)
Der Mai ist gekommen,
die Bäume schlagen aus.
Da bleibe, wer Lust hat,
mit Sorgen zuhaus!
Wie die Wolken wandern
am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn
in die weite, weite Welt.
Die Lorelei (Text: Heinrich Heine, Melodie: Friedrich Silcher)
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin.
Ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein.
Der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.
Das Wandern ist des Müllers Lust (Text: Wilhelm Müller, Melodie: Carl Friedrich Zöllner)
Das Wandern ist des Müllers Lust,
das Wandern!
Das muss ein schlechter Müller sein,
dem niemals fiel das Wandern ein,
das Wandern.
Eine Frage zum Mitnehmen
Welches Lied möchten Sie morgen wieder singen?