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Papierkunde: Welches Papier für welche Farbe?
Das Papier entscheidet mit, wie eine Farbe zur Geltung kommt. Dieser Beitrag zeigt kurz, welches Papier zu Aquarell, Tusche, Buntstift und Pastell passt.
Warum das Gewicht zählt
Das Gewicht wird in Gramm pro Quadratmeter angegeben. Leichtes Papier wiegt oft nur 80 bis 120 Gramm pro Quadratmeter. Es wellt sich, sobald Wasser darauf kommt. Aquarellpapier ab 300 Gramm pro Quadratmeter bleibt auch nass meist glatt und stabil. Für Wasserfarben lohnt sich diese Stärke. Tusche und Buntstifte kommen auch mit leichterem Papier zurecht. Pastellkreide braucht weniger Gewicht, dafür eine raue Oberfläche.
Welches Papier zu welcher Farbe
Für Aquarellfarbe eignet sich festes Papier ab 300 Gramm pro Quadratmeter. Es nimmt Wasser gut auf und wirft weniger Wellen. Für Tusche passt glattes, gut geleimtes Papier. Die Linien laufen dann nicht aus. Buntstifte brauchen eine feine Körnung, damit das Pigment haften bleibt. Pastellkreide hält am besten auf rauem Papier. Die raue Oberfläche greift die weiche Kreide.
Feine, mittlere oder raue Körnung
Die Körnung beschreibt die Oberfläche des Papiers. Feinkörniges Papier ist glatt und eignet sich für feine Linien. Mittlere Körnung ist ein guter Allrounder für Aquarell. Raues Papier zeigt eine sichtbare Struktur. Es hält mehr Farbe und gibt dem Bild Tiefe. Auf feinem Papier verlaufen Wasserfarben zarter. Auf rauem Papier bleibt die Struktur als feine Spur stehen. Welche Körnung angenehm ist, merkt man beim Probieren.
Was die Leimung bewirkt
Viele Papiere sind geleimt. Die Leimung steuert, wie viel Wasser das Papier aufnimmt. Stark geleimtes Papier lässt die Farbe länger auf der Oberfläche stehen. So lassen sich Farben noch verschieben. Schwach geleimtes Papier saugt die Farbe schnell auf. Beides hat seinen Reiz. Für den Anfang ist ein gut geleimtes Aquarellpapier hilfreich.
Was beim Kauf hilft
Aquarellblöcke sind an den Seiten verleimt. Das hält das Papier beim Malen flach. Einzelblätter sind flexibler und oft günstiger. Viele Fachgeschäfte verkaufen auch Probebögen. Ein kleines Probeblatt sagt mehr als jede Beschreibung. Auch das Format spielt eine Rolle. Für Übungen reicht A4 meist aus.
Was die Größe bedeutet
Papiere gibt es in festen Formaten. A4 reicht für die meisten Übungen. A3 bietet mehr Fläche für große Motive. Kleinere Formate wie A5 sind handlich und brauchen weniger Farbe. Für den Anfang ist A4 eine gute Wahl. Später entscheidet das Motiv über die Größe.
Das können Sie tun
- Legen Sie ein kleines Sortiment bereit: ein Blatt Aquarellpapier ab 300 Gramm pro Quadratmeter, ein glattes Zeichenpapier und ein Blatt mit Körnung.
- Testen Sie jede Ihrer Farben auf dem passenden Papier.
- Beschriften Sie Ihre Proben mit Papiersorte und Farbe, damit Sie sich später erinnern.
Quellen
- Jackson's Art, Getting Started with Watercolour Painting (deutschsprachig): https://www.jacksonsart.com/de-de/techniques/watercolour-painting/getting-started-with-watercolour-painting
- painters-online.co.uk, An essential guide to watercolour paper: https://www.painters-online.co.uk/tips-techniques/watercolour/articles/an-essential-guide-towatercolour-paper/